„Ziel ist optimale Versorgung im Alter“


FH Würzburg erstellt Versorgungs- und Beteiligungsplanung für Seniorenbereich

Helene Giglberger, Leiterin von „in domo – Betreutes Wohnen zu Hause“ und Bürgermeister Bernhard Krempl sind erfreut über die Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt, die eine Versorgungs- und Beteiligungsplanung für den Seniorenbereich der Stadt erstellen wird.

Geiselhöring. (aha) Die demografische Entwicklung stellt trotz des bereits vorhandenen Potenzials für die Stadt auch weiterhin eine große Herausforderung dar. Wird sich doch der Anteil der über 65-jährigen Einwohner von derzeit 1 200 im Jahr 2030 auf 1 800 Personen erhöhen. Um nicht auf dem Gebiet der Seniorenbetreuung zu stagnieren und eine optimale Versorgung im Alter zu gewährleisten, arbeitet die Stadt künftig mit der Fakultät für angewandte Sozialwissenschaften der Fachhochschule (FH) Würzburg-Schweinfurt zusammen und lässt eine Versorgungs- und Beteiligungsplanung für den Seniorenbereich der Stadt Geiselhöring erstellen.

Helene Giglberger, die Leiterin von „in domo – Betreutes Wohnen zu Hause“, und Bürgermeister Bernhard Krempl stellten dieses Projekt am Montagvormittag vor. Nach den Worten von Helene Giglberger werde unter dem Thema „forschende Aktivität im Rahmen der Lehre“ die Fakultät für angewandte Sozialwissenschaften zwölf Studierende des 6. Semesters Bachelor Soziale Arbeit mit diesem Projekt betrauen. Betreut werden sie dabei von Professorin Dr. Theresia Wintergerst und Professor Dr. Dieter Kulke. Der Auftrag sieht die Erstellung einer Versorgungs- und Beteiligungsplanung für den Seniorenbereich der Stadt Geiselhöring vor. Es werden dabei die Bereiche Versorgung, Wohnen und Freizeit mit einbezogen und Planungen für einen kurzfristigen (bis fünf Jahre), mittelfristigen (bis zehn Jahre) und für einen langfristigen (bis zwanzig Jahre) Zeitraum erstellt.

Stadt wurde schon mehrfach ausgezeichnet

Bürgermeister Bernhard Krempl zeigte sich von diesem Angebot der Fachhochschule sehr angetan. „In Geiselhöring haben wir auf diesem Gebiet schon Vorbildliches geleistet – mehrere Auszeichnungen belegen das.“ Die Senioren seien bei uns mit dem Seniorenwohn- und -pflegeheim, „in domo“ und dem ambulanten Pflegedienst „SofiA“ wirklich sehr gut versorgt. Das erfahre er immer wieder bei Besuchen anlässlich von Geburtstagen.

Seniorenbetreuer verdienen höchstes Lob

„Deswegen verdienen alle, die sich in die Seniorenbetreuung beruflich wie ehrenamtlich einbringen, höchstes Lob. Dennoch dürfen wir nicht stagnieren, sondern müssen wir den Erfordernissen und den Wünschen der älteren Generation Rechnung tragen und entsprechende Angebote machen,“ betonte Krempl.

Die Senioren fühlten sich heute oft um zehn Jahre jünger als sie tatsächlich seien, berichtete Helene Giglberger aus ihrer Erfahrung, und wollten deswegen auch noch mehr vom Leben haben. Denn es gebe nicht nur hilfsbedürftige ältere Menschen, sondern auch zunehmend solche, die altersgemäße Freizeitaktivitäten oder kulturelle Angebote suchten, weil sie sich dafür noch fit fühlten. Gerade in diesen Bereichen gelte es aber auch, die Selbstorganisation zu fördern und die Menschen einzubinden. Auch wenn man in der Seniorenbetreuung in Geiselhöring schon sehr weit sei, so tue dennoch mit dem Projekt der Fachhochschulstudenten und den beiden Professoren ein Blick von außen auf die Arbeit sicherlich gut. Zum einen freue man sich einerseits über eine Bestätigung des bisherigen Konzeptes, andererseits erhoffe man sich fruchtbare Impulse für die Zukunft.

Bürgermeister Bernhard Krempl hob hervor, dass Geiselhöring nicht nur eine familienfreundliche Stadt sein wolle, sondern auch für ältere Menschen entsprechend sorge. In diesem Zusammenhang gelte es, vermehrt barrierefreies Wohnen anzubieten, da sich die Wohnformen im Alter einfach auch änderten. Es freue ihn, dass sich bereits Investoren für diesen Bereich bei ihm gemeldet hätten, die beabsichtigten, entsprechende Wohnungsangebote zu machen. Das Angebot der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt – es kam über die bayernweite Vortragstätigkeit von „in domo“-Leiterin Helene Giglberger zustande – finde er, so Krempl, besonders interessant, weil man dann die Ergebnisse der theoretischen wissenschaftlichen Forschungen an der FH mit dem in Geiselhöring seit Jahren erfolgreich praktizierten Betreuungskonzept vergleichen könne. Deswegen stelle auch die Stadt eine Bestandsaufname zum Thema und die Angaben zur Altersstruktur gerne zur Verfügung und übernehme die Fahrtkosten für die zwei Termine vor Ort in Geiselhöring.

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