11.11.2020
neue Informationen aus der Stadtratssitzung vom 10. November 2020

Erläuterungen zu Tagesordnungspunkten: (TOP)

TOP 3: Anfrage von Stadtrat Korbinian Scherm vom 9. Juni (!) zum Sachstand AWO-Hort an der Grundschule Geiselhöring:

Vorstellung des Hortangebotes und Bedarfsfeststellung für Schuljahr 2021/22 durch den Kooperationspartner AWO Soziale Dienste GmbH Straubing

Übersicht Hort Geiselhöring:

Personal derzeit: 2 Fachkräfte und 1 Berufspraktikantin

- 13 Kinder/Eltern stehen derzeit auf der Warteliste - Tendenz derzeit steigend: fast täglich kommen weitere Anrufe oder persönliche Besuche der Eltern wegen eines Hortplatzes

- 21.0.2020: Telefonat mit Bgm Hubert Ammer (Perkam) - Nachfrage wegen Aufnahme von Kindern aus Perkam - Weiterleitung der Info an die Schule

Bedarf an Räumlichkeiten:

- größere Küche mit Sitzgelegenheiten und Möbeln (derzeit nur Platz für 20 Kinder)

- weitere Gruppenräume mit Möbeln

- Räume für die Hausaufgabenzeit mit Tischen und Stühlen

- Toiletten (für Kinder und Personal)

- größeres und zentrales Büro

- Platz für eine eigene Garderobe

- Besprechungsraum für Eltern- und Lehrergespräche

Folgende Vorschläge/Fragen wurden gestellt:

Fragen von Stadtrat Scherm: Reicht der Platz in der Schule (Klassenräume, ect.) um ggf. das Platzangebot auszuweiten? - Die Räume sind z. T. durch Unterricht u.ä. belegt, eine Nutzung für den Hort deshalb schwierig.  Die Umsetzung einer baulichen Erweiterung dauert lange, wäre die Unterbringung des Hortes in Containern auch eine Lösung? Ja, auf alle Fälle, man arbeite auch an anderen Standorten in Containern, die oft besser ausgestattet und moderner sind als vorhandene Räume. Die Stadt könnte diese Möglichkeit prüfen (ob kaufen oder mieten).

Frage von Stadtrat Bäuml: Da der Bedarf schon länger bekannt ist (über ein Jahr schon), warum handelt die Stadt dann nicht endlich? Es musste erst ein Bedarfsplan erstellt werden (siehe oben), deshalb war eine Umsetzung für Herbst 2020 zu kurzfristig. Man wolle schließlich eine gute Lösung finden, die auch für einen längeren Zeitraum Bestand hat. Deshalb wird nun dieses Jahr genutzt um eine Lösung zu finden, um ab Herbst 2021 das Angebot zu verbessern.

Frage von Stadtrat Singer: In der neugebauten KiTa in der Nachbarschaft der Schule gibt es fürs erste 1-2 leere Gruppenräume, die noch nicht belegt sind. Wäre dies eine kurzfristige Lösung für den Hort? Ein Ausweichen auf die KiTa wäre schon möglich, aber dann stellten sich Schwierigkeiten für das Personal ein, da man räumlich zu weit entfernt vom Platz in der Schule = es ergäben sich Aufsichtsprobleme!

Eine bauliche Maßnahme wäre die langfristige Lösung. Darüber wird nun von Seiten der Stadtverwaltung ein Konzept erarbeitet und im kommenden Jahr soll es dann umgesetzt werden.

TOP 14: Überplanung des städt. Friedhofes Geiselhöring - Antrag von Stadträtin Angela Ramsauer:

"Das Bestattungswesen hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Es gibt immer weniger Erdbestattungen, dafür steigende Nachfrage für Urnengräber. diese Entwicklung macht auch vor dem städtischen Friedhof Geiselhöring nicht halt und führt dazu, dass immer mehr Grabstellen unbelegt bleiben und z. T. mit Urnengräbern gefüllt werden. Um die Lücken zu schließen müssen neue Lösungen gefunden werden. Auch ist das Erscheinungsbild unseres Friedhofes nicht mehr zeitgemäß - zu viele Steine und Kies lassen den Friedhof sehr steril und eintönig wirken. Auch im Hinblick auf den Klimawandel und immer längere und trockenere Hitzeperioden wird eine Bewässerung der Grabstellen immer aufwändiger und der Aufenthalt ohne Schatten unangenehm für Besucher und Angehörige.

Deshalb stelle ich den Antrag unseren Friedhof von einer Fachfirma, die Erfahrung in der Anlage und Konzeption von Friedhöfen hat, überplanen zu lassen. Wir sollten die bestehenden "Lücken" als Chance sehen, um beispielsweise mehr schattenspendende Bäume und Sträucher, wie es sie früher hier einmal gab, zu pflanzen, die nicht nur die Optik des Friedhofes sondern auch das Mikroklima positiv verändern können."

Stadträtin Ramsauer ergänzte diesen Antrag noch mit folgenden Erläuterungen:

Die Lücken im Friedhof sollten uns nicht dazu verleiten, nun einfach irgendwelche Lösungen umzusetzen, Hauptsache der Friedhof wird irgendwie gefüllt (z.B. Urnengräber anlegen, Büsche und Bäume setzen, Bänke aufstellen). Die Grundstruktur unseres Friedhofes beruht auf strenger Symmetrie, alle Wege, Kreuzungen, die Umfassungsmauer und Blickbezüge sind streng symmetrisch und auf die Aussegnungskapelle hin ausgerichtet. Auch die Grabreihen entsprechen mit ihrem Rhythmus diesem Konzept. Deshalb sollte dieses auch bei einer Umgestaltung bzw. Auffüllen der Lücken unbedingt beibehalten werden, sonst entsteht ein "Durcheinander", welches sich nicht positiv auf das Erscheinungsbild auswirkt (siehe derzeitiger Zustand.) Ein weiterer wichtiger Gestaltungspunkt ist die Bepflanzung mit Bäumen und Sträuchern/Hecken. Bei der Konzeption des Friedhofes waren auch diese "grünen Elemente" wichtige Blickbezüge, die die Symmetrie unterstützt haben. Früher (soweit ich mich erinnere) waren links und rechts neben der Aussegnungskapelle jeweils 3 Bäume gepflanzt, die mit ihren Baumkronen schon vom Haupteingang aus den Blick auf die zentrale Aussegnungshalle lenkten. Auch die zwischen einzelnen Grabreihen gesetzten Hecken waren wichtige Unterteilungen, die den Gesamteindruck auflockerten und gliederten, ebenso die über den Friedhof verteilten Bäume, ebenfalls in einem Raster gepflanzt. Leider wurden diese im Lauf der Jahrzehnte entfernt, weil zu groß, zu unansehnlich oder weil sie "Dreck" verursachten. Diese wichtige "grüne Architektur" fehlt nun im Friedhof, so dass sich dieser als sterile "Stein- und Kieswüste" darbietet. Mit einer Überplanung durch Fachleute könnten wir hier wieder eine Aufwertung des Friedhofes erreichen, so dass er seine ursprüngliche Schönheit zurückerhält. Damit wäre auch dem Klimaschutzgedanken Rechnung getragen.

Informationen:

Vorschlag von Stadtrat Fritz Frank:

Es wäre sinnvoll, alle Bebauungspläne der Großgemeinde ins Internet zu stellen, damit Bauherren, Architekten und Baufirmen sich dort bereits vorab über Details informieren können. Das würde auch die Bauabteilung im Rathaus entlasten und Nachfragen reduzieren. Könnte die Stadtverwaltung dies einrichten?

--> Vorschlag sehr gut - Umsetzung wird geprüft.

Antrag  zur Renovierung des Biotop-Lehrpfades im Freizeitgelände vom Juli 2020 von Stadträtin Angela Ramsauer

Dieser Antrag wurde nun von Seiten der Stadtverwaltung in Auftrag gegeben und wird derzeit vom Bauhof umgesetzt. Zahlreiche Schilder sind bereits gereinigt und wieder aufgerichtet. Die fehlenden bzw. beschädigten werden neu angefertigt und demnächst wieder an ihren Standorten montiert. Der Pavillon auf der Kuppe des Aussichtshügels soll abgebaut werden, weil er immer wieder Ziel von Vandalismus und "Partyzone" von Jugendlichen ist, und sein Zustand mehr als zu wünschen übrig lässt. Es werden zukünftig nur noch 2 Bänke dort stehen.