Aktuelles
der Freien Wähler Geiselhöring
Die Stadtratsfraktion der Freien Wähler hat am 01.06.2026 einen Antrag zur Beschlussfassung im Stadtrat eingereicht, der die Ablehnung des Straßenbauprojekts Staatsstraße 2142 (Ortsumgehung Geiselhöring – Hirschling, Trasse „Haindling-Nord“) zum Ziel hat.
Inhalt des Antrags
- Die Stadt Geiselhöring lehnt die Ortsumgehung Geiselhöring – Hirschling, Trasse „Haindling-Nord“, ab.
- Der Baulastträger (Staatliches Bauamt Passau) wird aufgefordert, den Antrag auf Planfeststellung zurückzunehmen bzw. die Planung aufzugeben. Die Regierung von Niederbayern wird gebeten, das laufende Planfeststellungsverfahren einzustellen.
- Über mögliche Alternativen in Form eines innerörtlichen Verkehrskonzepts soll der Stadtrat zu gegebener Zeit beraten.
- Die Stadtverwaltung informiert die zuständigen Behörden unverzüglich über den Beschluss.
Begründung
Der bislang gültige Beschluss zur Ortsumgehung stammt vom 17.01.2023 und kam nur mit knapper Mehrheit (11:9) zustande. Im laufenden Planfeststellungsverfahren sind erhebliche zusätzliche Belastungen bekannt geworden – etwa ein baulicher Eingriff in die Hangleite beim Biotop Haindling mit unabsehbaren Folgen für die Quellen und das Schutzgut Wasser. Der BUND Naturschutz hat eine Klage angekündigt.
Insgesamt haben über 300 Personen, Verbände und Behörden Einwendungen gegen die Planung erhoben. Die Fraktion verweist auf erhebliche Eingriffe in Natur, Landschaft, Landwirtschaft, Eigentum und Denkmalschutz sowie auf hohe Kosten, die in keinem angemessenen Verhältnis zur prognostizierten Entlastungswirkung stünden. Betroffen wären
insbesondere die Anwohner entlang der Trasse, der innerstädtische Handel sowie der Naherholungsraum zwischen Geiselhöring und Haindling.
Als zeitnah umsetzbare Alternativen schlägt die Fraktion zur Reduzierung der Anwohnerbelastung bauliche Maßnahmen an den ohnehin sanierungsbedürftigen Ortsdurchfahrten, eine Verbesserung der Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer sowie verkehrsrechtliche Maßnahmen vor. Darüber hinaus sollen weitere regionale Verkehrsführungslösungen geprüft werden.
Der Antrag wurde von den Fraktionsmitgliedern Stefan Singer, Karina Luginger, Fritz Frank, Alois Giglberger, Bastian Hofmeister und Angela Ramsauer unterzeichnet.